CENSIO Externes Controlling · DerArztPlus AG
Externes Controlling für ambulante Einrichtungen
Für Gesellschafter, Träger und Aufsichtsgremien von MVZ, Polikliniken und Praxisverbünden

Die Bescheide kommen
in die Schublade

In den meisten ambulanten Einrichtungen liest niemand die Zahlen. Es gibt einen Steuerberater für die Buchhaltung und eine Verwaltung für den Tagesbetrieb. Was fehlt, ist die Stelle dazwischen.

Eigene Stelle
106.380 €
Vollkosten je Jahr bei 78.000 € Brutto, zuzüglich Arbeitsplatz, Software und Fortbildung
Externes Mandat
33 %
davon, bei einer Betriebsstätte mit acht Sitzen — ohne Urlaub, ohne Krankheit, ohne Einarbeitung
Identifizierbar
132–754 T€
Größenordnung je Jahr bei acht Sitzen und 3,04 Mio. € KV-Umsatz — Herleitung unten
Die Lücke

Drei Perspektiven, keine davon sieht das Ganze

Der Steuerberater sieht die Zahlungseingänge, nicht die Honorarbescheide. Er weiß, was eingegangen ist, aber nicht, was hätte eingehen müssen. Die Verwaltung sieht den Tagesbetrieb, nicht die Quartalsentwicklung. Und die ärztliche Leitung sieht Patienten.

Zwischen diesen drei Perspektiven liegt alles, was ein Controlling ausmacht: ob die Abrechnung vollständig war, ob das zugewiesene Honorarvolumen ausgeschöpft wurde, ob die Abschläge durch Leistung gedeckt sind und wie die Betriebsstätten zueinander stehen.

Der teuerste Posten ist in aller Regel niemandes Fehler

In neun eigenen Auswertungen über 1,58 Mio. € geprüftes Honorar war die größte Einzelposition kein Abrechnungsfehler. Es war zugewiesenes Honorarvolumen, das nicht angefordert wurde — in einem Quartal 56.717 € von 179.158 €, also ein knappes Drittel.

Die Abrechnung war korrekt, die Leistungen waren dokumentiert, die Verwaltung hatte fristgerecht eingereicht. Der Betrag steht in einer Anlage, die das Bescheidpaket ordnungsgemäß enthält. Er wird nur nirgends als Verlust bezeichnet.

Für einen Fehler gibt es einen Verantwortlichen und damit einen Berichtsweg. Für eine Leerstelle gibt es beides nicht.

Ein Bescheidpaket umfasst siebzig bis hundert Seiten. Die Information fehlt nicht — sie ist nicht zugänglich.

Für den Träger

Die Auswertung ist belastbar, weil sie nicht von einer Partei des Gesprächs stammt. Sie muss nicht geglaubt, sondern kann nachgeschlagen werden — jede Feststellung mit Fundstelle im Bescheid.

Für die Geschäftsführung

Die Doppelrolle entfällt. Sie legt eine externe Auswertung vor, an der sie mitgearbeitet hat — und erfährt von einem Prüfungsrisiko, bevor der Bescheid kommt.

Der Bericht geht deshalb zeitgleich an beide. Die Geschäftsführung erhält ihn zwei Wochen vor der Vorlage im Gesellschafterkreis, mit Gelegenheit zur Stellungnahme. Ihre Anmerkungen werden im Bericht kenntlich gemacht, nicht eingearbeitet.

Größenordnung

Was in einer Einrichtung mit acht Sitzen liegt

Die Rechnung unterstellt acht ärztliche Sitze mit einem KV-Umsatz von 380.000 € je Sitz, also 3,04 Mio. €. Die Untergrenzen sind bewusst am unteren Rand des Erfahrungskorridors angesetzt — bei operativ oder fachärztlich geprägten Einrichtungen liegen die Werte regelmäßig darüber. Alle Spannen sind Erfahrungswerte und keine Zusicherung.

PostenWorum es gehtGrößenordnung
Abrechnungsprüfungzu Unrecht abgesetzte oder falsch vergütete Positionen im Honorarbescheid46 bis 91 T€
Ungenutztes Honorarvolumenzugewiesenes, nicht ausgeschöpftes Regelleistungsvolumen und Zusatzvolumina76 bis 243 T€
Hausarztzentrierte Versorgung und Selektivverträgenicht zugeordnete Teilnehmer, falsch abgerechnete Pauschalen, Abgrenzung zur Kollektivvergütung10 bis 60 T€
Erlösstreuung zwischen den BetriebsstättenAbstand der schwächsten Standorte zum Median des eigenen Verbundes0 bis 195 T€
AbschlagsdeckungAbschläge, die nicht durch beschiedenes Honorar gedeckt sind und als Saldo auflaufen0 bis 165 T€
Identifizierbares Potenzial je Jahr132 bis 754 T€
Mandat gegen Potenzial
41.040 € Mandatskosten bei acht Sitzen gegenüber 132 bis 754 T€ identifizierbarem Potenzial
3- bis 18-fach

Identifiziert heißt nicht gehoben — die Entscheidungen, die daraus folgen, trifft der Träger.

Gegenstand und Methode

Sechs Bereiche, quartalsweise

BereichWas daraus sichtbar wirdRhythmus
HonorarbescheidFallzählung und Fallzusammenführung, Quotierung, extrabudgetäre Leistungen, Sachkosten, Zuschläge, Abweichungen zur eingereichten Abrechnungje Bescheid, binnen zehn Tagen
HonorarvolumenOb das zugewiesene Volumen ausgeschöpft oder ungenutzt blieb — je Arzt und je Betriebsstätte, über die Quartalequartalsweise
Hausarztzentrierte Versorgung und SelektivverträgeAbgleich gegen die vereinbarten Vergütungen, Vollständigkeit der Teilnehmerzuordnung, Abgrenzung zur Kollektivvergütungje Abrechnung
Erlösstruktur je BetriebsstätteFallwert, Fallzahl, Anteil extrabudgetärer Leistungen und Vergleich zur Fachgruppequartalsweise
AbschlagsdeckungOb die Abschläge durch tatsächliches Honorar gedeckt sind — und wie sich der Saldo entwickeltquartalsweise
RisikoZeitprofile gegen genehmigte Wochenstunden, Leistungen außerhalb der Vertragslage, Dokumentationslage, undokumentierte Berichtigungen der KVquartalsweise

Wie geprüft wird

Der Abgleich läuft deterministisch: Sollwert gegen Istwert, Regel für Regel, mit protokolliertem Rechenweg. Jede Feststellung ist im Bescheid nachschlagbar und im Widerspruchsverfahren belastbar.

Die Regelbasis wird je Kassenärztlicher Vereinigung geführt und quartalsweise fortgeschrieben. Sie umfasst auch, welche Größe in welcher Anlage steht — die siebzehn Bezirke unterscheiden sich in Aufbau und Gliederung ihrer Bescheide erheblich. In Niedersachsen führt die Anlage 2 zur Honorarberechnung Zuweisung und Leistungsanforderung je Arzt nebeneinander und weist die vergütete Leistungsanforderung als Prozentwert aus. In Westfalen-Lippe stehen dieselben Größen unter den Ziffern 1.3 und 1.4.

Was regelmäßig übersehen wird

Die Positionen, die kein Ertrag sind, sondern Risiko: Leistungen, die der Bescheid selbst als nicht vertragskonform kennzeichnet. Zeitprofile, die den genehmigten Rahmen angestellter Ärzte überschreiten. Dokumentation, die die abgerechnete Leistung nicht trägt. Diese Posten erscheinen erst, wenn ein Prüfbescheid kommt — und dann rückwirkend über mehrere Quartale.

Einstieg

Der Rückblick auf vier Quartale

Am Anfang steht eine einmalige Bestandsaufnahme über vier Quartale — alle sechs Bereiche, alle Betriebsstätten, mit beziffertem Potenzial und Maßnahmenliste. Dauer: drei bis vier Wochen. Sie wird vollständig auf ein anschließendes Mandat angerechnet.

Ergibt die Bestandsaufnahme, dass Ihre Einrichtung sauber geführt wird, sagen wir Ihnen das ebenso deutlich — und Sie haben eine belastbare Aussage gegenüber Ihren Mitgesellschaftern.

Einnahmenseite, nicht Ausgabenseite

Die Vergütung aus Kollektivvertrag, hausarztzentrierter Versorgung und Selektivverträgen folgt dem Bewertungsmaßstab, dem Honorarverteilungsmaßstab der Kassenärztlichen Vereinigung und den Beschlüssen ihrer Vertreterversammlung. Sie ist nachprüfbar — Zahl gegen Regel, Position gegen Beschluss. Ein Zugang zur Finanzbuchhaltung ist nicht erforderlich.

Warum wir das können

Die Geschäftsführung der DerArztPlus AG hat Medizinische Versorgungszentren in drei Bundesländern betrieben — mit Sitzen und Genehmigungen, Abrechnung und Prüfverfahren, Personalaufbau und Personalabbau, und einer Insolvenz. Diese Erfahrung ist der eigentliche Gegenstand des Mandats.

Was benötigt wird

  • Honorarbescheide mit allen Anlagen der letzten vier Quartale, danach laufend nach Eingang
  • Frequenzstatistiken; für die vertiefte Prüfung zusätzlich den KVDT-Abrechnungsdatensatz
  • Abrechnungen aus der hausarztzentrierten Versorgung und aus Selektivverträgen, soweit vorhanden
  • Anstellungsgenehmigungen der angestellten Ärzte mit genehmigter Wochenstundenzahl

Übermittlung über einen verschlüsselten Zugang, Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Kein Zugriff auf Patientenakten, keine Klarnamen, kein Zugang zur Finanzbuchhaltung.

Dashboard-Beispiel

So sieht ein Quartalsbericht aus

Die Musterauswertung eines konstruierten Verbundes mit acht Betriebsstätten und 40 Sitzen, zum Durchklicken: Standortmatrix, Feststellungen nach Kategorie, ungenutztes Honorarvolumen bis auf die Ebene des einzelnen Arztes, Abschlagsdeckung mit Prognose und die Maßnahmen nach Dringlichkeit.

Gespräch

Das Fachdokument geht voraus

Es erklärt die Systematik auf fünf Seiten, mit der Herleitung aller Größenordnungen. Ein Angebot erhalten Sie getrennt für den Träger oder für die Geschäftsführung — zu gleichen Preisen.

Michael G. Kosel
Aufsichtsratsvorsitzender · DerArztPlus AG
m.kosel@derarztplus.com
+49 351 86791348